Herzlichen Glückwunsch an Erwin Prib für seine Nominierung fürs beste Szenenbild in Veit Helmers ABSURDISTAN. Aber das nur am Rande, bezieht sich die Überschrift doch auf etwas ganz Anderes. Doris Dörries KIRSCHBLÜTEN – HANAMI ist mit sechs Nominierungen der meistgenannte Film, Ralf Westhoffs SHOPPEN ist für den besten Film und fürs beste Drehbuch nominiert, Armin Völckers’ LEROY für den besten Kinder- und Jugendfilm – geht’s noch??
Nicht dass der Auswahlkommission nicht genügend preiswürdige Filme zur Nominierung zur Verfügung standen – und einige davon sind ja auch tatsächlich in die engere Wahl gekommen wie Fatih Akins AUF DER ANDEREN SEITE (5mal), Christian Petzolds YELLA (4mal), PRINZESSINNENBAD, LIEBESLEBEN oder die grandiosen Hauptdarsteller aus GEGENÜBER – aber wo bitteschön sind die Nominierungen für HOTEL VERY WELCOME oder FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND, für DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD oder WIR SAGEN DU! SCHATZ, die allesamt innovativ und künstlerisch wie technisch überzeugend waren, wenn die oben genannten höchst mittelmäßigen bis ärgerlichen Filme mit Nominierungen (und den damit verbundenen Preisgeldern) geehrt werden? Da hat sich Lola dieses Jahr ganz schön verrannt.
Alle Nominierungen unter www.deutsche-filmakademie.de



Finde LEROY ganz und gar die richtig Wahl. Denn eine Komödie zum Thema Rassismus mit einem schwarzen Hauptdarsteller für Jugendliche ist wohl in dem Segment innovativ oder ist 3 Fragezeichen, der kleine Dodo, Wilde Hühner, 3 Räuber die große Kunst. Die Filme standen sonst noch als BESTER KINDER – UND JUGENDFILM zu Auswahl. Fand DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD möchtgern Kunst und stinklangweilig. Aber das nur am Rande. Die Filme wurden nicht gegen LEROY nominiert weil sie keine Kinder- und Jugendfilme sind. Also wo ist das Problem?